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SCHLOSS DRACHENBURG - am romantischen Rhein im Siebengebirge gelegen



Das Schloss Drachenburg kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken:
Nach der Grundsteinlegung im Jahre 1882 ließ der wohlhabende Baron Stephan von Sarter ein repräsentatives Wohnhaus errichten. Es sollte eine gelungene Mischung von Villa, Burg und Schloss werden. 1903 erkannten seine Nachkommen die touristische Attraktion des Standortes und erschlossen das Gebäude und die Umgebung 1903 als Zielort für Sommerfrischler im Siebengebirge. Der weitere schicksalhafte Verlauf des Schlosses führte vom Vergnügungspark (1910) über die Heimstatt für ein Christliches Internat (1931), die Beherbergung einer nationalsozialistischen Eliteschule (1942) bis hin zum Sitz der Reichsbahndirektion (1947-1960).

 

Danach verfiel das im 2.Weltkrieg ohnehin bereits stark zerstörte Schloss immer mehr, bis es 1971 in den Besitz des exzentrischen Textilkaufmanns Paul Spinat gelangte, der die Renovierung vorantrieb und freie Rekonstruktionen der fehlenden Wandmalereien in Auftrag gab.

 

Ab 1986 stand das Schloss Drachenburg unter Denkmalschutz, und seit 1995 gehört das Anwesen der " NRW Stiftung Natur, Heimat und Kultur". In enger Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Königswinterließ die Stiftung ab 1995 eine behutsame Restaurierung der Gemäuer und der Parkanlage durchführen, welche im Jahre 2010 abgeschlossen wurde.


WAND & RAUM wurde von Anfang an in die Planungen der textilen Gewerke mit einbezogen. Die Ausführung der Arbeiten währten mehrere Jahre, nicht zuletzt deshalb, weil man nicht wie bei anderen historischen Objekten über Relikte aus der Originalzeit verfügte. Der kunstgeschichtliche Stil der Epoche von Schloss Drachenburg – historistisch, neogotisch – erschloss sich vor allem über gut dokumentierte Schriftstücke, Gemälde und Stiche, die z.B. seinerzeit für die Weltausstellungen 1851 und 1862 in London angefertigt worden waren.


Zwischen 2007 und 2010 erarbeitete WAND & RAUM gemeinsam mit der Denkmalpflege, der Projektsteuerung und den beteiligten Bauhistorikern die Drapierungen und die Posamenten-Besätze sowie die Nähanleitungen. Die Säle des Schlosseswurden mit imposanten, dem historistischen Stil entsprechenden Fensterdekorationen und Polsterarbeiten ausgestattet. Bei einer Besichtigung des Schlosses wird der Besucher nahezu überwältigt von der textilen Opulenz des üppigen Stoffe und der eindrucksvoll verspielten Posamenten, die sich in strahlenden Farben und schimmerndem Gold präsentieren.
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